Inhalt und Struktur

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Inhalt und Struktur

Der Ansatz des Studiengangs kombiniert die akademische Forschung mit praktischen Trainings-Einheiten, Selbst-Reflexion sowie dem Erlernen praktischer Fertigkeiten aus dem Bereich der Konflikttransformation. Auf diese Weise werden wir Studierende ganzheitlich ausgebildet und auf unsere späteren Arbeitsfelder vorbereitet. Dabei werden wir auf körperlicher emotionaler, spiritueller und intellektueller Ebene auf unterschiedlichste Art und Weise herausgefordert. Zusätzlich spielen Diskussionen über gesellschaftliche und globale Veränderungen sowie inter-und intrapersonelle Konflikte eine zentrale Rolle. Aufgrund des hohen organisatorischen Aufwands ist die Nummer der Studierenden pro Semester auf maximal 40 limitiert.

Jedes Semester ist in fünf Module aufgeteilt:

Das erste Modul besteht aus einem dreimonatigen Einführungsseminar, welches vor jeder Präsenzphase in Form eines Online-Seminars stattfindet. Während des Seminars schreiben wir Studierende fünf Essays, die anschließend in einer Seminararbeit zusammengefasst werden, die 25-30 Seiten umfasst. Die Themen dieser Arbeit werden für die Studierenden der ersten beiden Semester festgelegt. Dennoch werden wir dazu ermutigt die persönliche Perspektive im Rahmen von politischen, rechtlichen, kulturellen, linguistischen, religiösen und spirituellen Bereichen des Themas einzubringen. Studierende des dritten Semesters arbeiten in der Online-Phase am 30-seitigen Exposé ihres Forschungsvorhabens, das als Basis der Masterarbeit dient. Des Weiteren beteiligen sich alle Studierenden an Diskussionen über wichtige Primär- und Sekundärliteratur aus dem Feld der Friedensstudien und geben sich gegenseitig Feedback zu den bereits geschriebenen Teilen der Seminararbeit.

Im zweiten Modul beginnt die Präsenzphase im Tiroler Bildungsinstitut Grillhof in der Nähe von Innsbruck. Hier nehmen die Studierenden an Vorlesungen im Kontext der Friedensstudien, Konflikttransformation, Entwicklung und Sicherheit teil. Parallel zu den Vorlesungen findet das sogenannte „Cross-Reading“ statt, indem sich die Studierenden in gewaltfreier Kommunikation üben und gegenseitig ausführliches Feedback zu ihren Seminarbeiten geben und bekommen.

Die dritte Modulperiode umfasst eine Vielfalt praktischer Trainingseinheiten, Exkursionen, Tutorien und Übungen zur Teambildung, die in Kooperation mit dem Österreichischen Roten Kreuz, der Feuerwehr Tirols und dem Österreichischen Bundesheer durchgeführt werden. Das Training im Feld enthält nicht nur praktische Übungen wie das Erste Hilfe Training, die Planung und die Durchführung von zivilen Friedens-Operationen, sondern auch das Ausbilden von Verhandlungstechniken und Führungsqualitäten. Außerdem stehen die Bewältigung von extremen Stresssituationen und das Kennenlernen der eigenen physischen und mentalen Grenzen auf der Agenda. Die dabei erlebten Erfahrungen spielen eine zentrale Rolle in der Entwicklung in den verschiedenen Tätigkeitsfeldern der Friedensarbeit.

Die vierte Modulperiode ist auf die Auseinandersetzung mit Fragen zu positiven Frieden und struktureller Gewalt aus einer akademischen Perspektive fokussiert. Hier können die Studierenden zwischen unterschiedlichen Seminaren aus den Bereichen der Konflikttransformation, Medienethik, Bildungsarbeit, Geschlechterforschung und vielen weiteren Disziplinen wählen.

Im fünften Modul werden verschiedene Workshops angeboten, die sich mit Kulturen des Friedens und mit der Haltung und Methode der Facilitation (Prozessbegleitung) sowie Mediation befassen. Einen wichtigen Schwerpunkt bilden hier die persönlichen Interpretationen von Frieden und Konflikt. Oftmals sind die Workshops mit Exkursionen oder praktischen Techniken verbunden wie Aikido, Systemische Aufstellungen, Indigenes Wissen an einer schamanischen Wildnis-Schule und Transformative Theaterarbeit.

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